Thomson Reuters v. Ross Intelligence
6. Mai 2020 · D. Del. · 1:20-cv-00613 · Richter Stephanos Bibas
Erstes US-Urteil, das Fair Use für KI-Training ablehnt (B2B-Rechtssuche-Kontext)
- Status (May 2026)
- Teilweises Summary Judgment für die Klägerin am 11. Februar 2025 erteilt. Ross Intelligence stellte den Betrieb 2021 ein; das Haftungsurteil besteht. Schadensersatzverfahren und mögliche Berufung anhängig.
- Key rulings & events
-
- 11. Feb 2025 Richter Bibas: Teilweises Summary Judgment für Thomson Reuters - Ross' Nutzung der Westlaw-Headnotes zum Training seines KI-Rechtsrecherche-Tools war kein Fair Use. Das Gericht stellte fest, dass die Nutzung nicht transformativ (Ross entwickelte ein konkurrierendes Rechtsrecherche-Produkt) war und Marktschaden verursachte. Das frühere Urteil von 2023, das Ross beim Fair Use begünstigt hatte, wurde aufgehoben.
- 2021 Ross Intelligence beendete den Geschäftsbetrieb unter Verweis auf Prozesskosten; das Verfahren wurde ohne kommerzielle:n Beklagte:n bis zum Urteil weitergeführt.
- Next milestone
- Schadensersatzverfahren und mögliche Berufung beim Federal Circuit.
- Why it matters
- Erstes US-Urteil zu KI-Training und Fair Use - und das erste, das die Verteidigung ablehnt. Wird in jeder nachfolgenden Klageschrift zitiert, einschließlich der Bartz-Opposition und des Berichts Teil 3 des US Copyright Office. Ross' Fakten (B2B-Konkurrenzprodukt, Kopieren zu Wettbewerbszwecken) unterscheiden sich von generativen KI-Beklagten, aber Bibas' Rahmen - nicht-transformative Nutzung + Marktschaden - ist nun die Vorlage, die jede:r Kläger:in geltend macht.
-
"It is undisputed that Ross's use was commercial. Even though Ross built a research tool, not a generative AI tool, that is enough."
— Richter Stephanos Bibas (Summary Judgment vom 11. Feb 2025)